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Anlagenplanung und –bau Die
„Epoche“ |
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Stand: 11.02.2026 10:36 |
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Dieses ist noch ein Manuskript, eine Gedankensammlung… Es gibt mindestens ein Kriterium, das in
allen Bereichen von Bedeutung ist, o
bei den Fahrzeugen, o
bei der Gleisführung, o
beim Straßenverkehr, o
bei den Signalen, o
bei den Gebäuden. Wenn
man sich überhaupt darum schert... Wenn es einem wichtig ist... Wen es nicht interessiert, darf gern
weiterblättern, ich bespreche sie trotzdem: Die Epochen Märklin hat eine Seite mit dem Thema. Die
Einteilung nach Epochen wurde von der Modellbahnindustrie geschaffen.
Siehe Wikipedia Da die Grenzen der Epochen nicht scharf
sind, halte ich es für besser, bestimmte Details der Modelle zur zeitlichen
Einordnung aufzulisten. Damit gelingt es, authentische Züge und Szenerien zu
schaffen. Epoche 1 Am 7. Dezember 1835 fuhr die erste
kommerzielle Eisenbahn in Deutschland zwischen Nürnberg und Fürth, die
Lokomotive trug den Namen "Adler", selbstverständlich als
Märklin-Modell erschienen. Lokomotiven hatten in der Anfangszeit
eigene Namen, z. B. "Aare", "Rhein",
"Klopstock", "Sauerlach" usw. (alles Märklin-Modelle),
später Nummern nach Gutdünken des Heimatlandes. Noch später wurden ähnliche
Lokomotiven mit Gattungsnamen gekennzeichnet. 1835 ist also der Beginn der Epoche 1. Zunächst waren es private Gesellschaften,
die den Landesherren um die Konzession zum Bau einer Eisenbahnstrecke
ersuchten. In einigen Fällen waren diese Gesellschaften damit überfordert.
Manchmal übernahm der Staat dann die weitere Finanzierung und den Betrieb,
aus manchen Privatbahnen wurden schon früh staatliche Bahnen. Deutschland war ein Patchwork aus
Kleinstaaten, die oft miteinander im Zwist lagen. Daher kochte jeder Staat
sein eigenes Süppchen, schuf seine eigenen Eisenbahnen. Die allermeisten Loks
waren Einzelstücke. Aus dem Bau und dem Betrieb lernte man und baute die
nächste Lok anders, besser. Nach der Reichsgründung
1871 betrieben die einzelnen Mitgliedstaaten des Deutschen
Reiches eine Reihe von Staatsbahnen
als "Länderbahnen" mit eigener Verwaltung. Siehe auch: Wikipedia Das Thema Eisenbahn ist
im deutschen Wikipedia meiner Meinung nach hervorragend dokumentiert. Der
verlinkte Beitrag ist der Einstieg in die Kenntnis der Verhältnisse in den
Epochen. Darüber hinaus ist es
sehr angeraten, Bücher zu speziellen Themen zu lesen. Ich nenne daher immer
wieder Bücher aus meiner Sammlung, die mein Wissen wesentlich erweitert
haben. Die Bahnlinien endeten stets vor den
Toren der Städte. Man wollte die Stadtmauern nicht schwächen, indem man eine
Durchfahrt für die Bahn hineinbrach. Die Brandgefahr war auch nicht
unerheblich. Daher endeten die Strecken in Kopfbahnhöfen. Manche
Bahnhofsgebäude wurden auf Weisung der Landesherren besonders leicht gebaut,
damit man sie im Kriegsfall schnell niederreißen konnte um das Feld frei zu
machen. In der Regel mündeten die Bahnhofsgleise
in einer Drehscheibe zum Wenden der Lokomotiven und Umsetzen auf das
Nachbargleis. Weitere Drehscheiben dienten dazu, die Remisen für die Waggons
und Lokomotiven an die Bahnhofsgleise abzuschließen. Ein damaliger Bahnhof -
ein Hof für die Eisenbahn mit einer Mauer oder einem kräftigen Zaun drum
herum - hatte daher eine größere Anzahl von Drehscheiben. Weichen, wie wir
sie heute kennen, wurden eher sparsam verwendet und waren damals noch anders
konstruiert. Es gab (ein) Ankunftsgleis(e) und (ein)
Abfahrtsgleis(e). Der Zugang wurde genauestens kontrolliert. Die
Bahnsteigsperren wurden erst in den 1960ern abgeschafft. Signale waren in der ersten Zeit nicht
notwendig, da meist nur ein Zug pendelte. Als dann der Verkehr zunahm, schuf
jedes Land seine eigenen Signale. Von Märklin gibt es keine Signale dieser
Bauarten. Eine Epoche-1-Anlage dürfte etwas
kostspielig sein, da die stilgerechten Komponenten in kleineren Serien
gefertigt werden oder selbst gebaut werden müssen. Durch die entstehenden Verbindungen über
Landesgrenzen hinaus, wurden die Unterschiede der Systeme hinderlich. Zum
Beispiel wurde eine einheitliche Zeitrechnung geschaffen. Modell-Merkmale der Epoche 1: Lokomotiven: in der Regel Einzelstücke; aus dem Bau
einer Lok lernte man und damit war die nächste anders. Überwiegend
Schlepptender-Dampfloks. Waggons: Stangenpuffer Gleise… Signale… Anlage von Bahnhöfen … Epoche 2 Am 1. April 1920 wurde die Deutsche
Reichseisenbahn (ab 1921 Deutsche Reichsbahn Gesellschaft DRG) gegründet, die
alle Länderbahnen schluckte. Damit stellten die vielfältigen
Länderbahn-Bauarten, die nun oft ihre angestammten Strecken verließen, das
Personal in anderen Ländern vor große Probleme, da man die Technik noch nicht
kannte und keine Ersatzteile hatte. Deshalb wurde für zukünftige Neubauten
das System der Einheitsbaureihen ins Leben gerufen. Parallel wurden
Gattungsbezeichnungen für Lokomotiven und Waggons geschaffen. Wenn wir also von der P8 sprechen, stammt
der Gattungsname aus Epoche 1 und wenn wir BR 38 sagen, stammt die
Baureihenbezeichnung aus der Epoche 2. Viele Baureihen überlebten das Ende der
Epoche 2 und viele auch Epoche 3. Epoche 2 endete nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges. Epoche 3 1945 übernahmen die westlichen
Besatzungsmächte die Verwaltung der DRG in ihren Gebieten. Zeitweise arbeiteten Briten und
Amerikaner zusammen: Brit-US-Zone Am 7. September 1949 wurde die Deutsche
Bundesbahn gegründet. Die Eisenbahnen des Saarlandes kamen am
1. Juli 1952 hinzu. In der sowjetisch besetzten Zone wurde
die Bahn als Deutsche Reichsbahn weitergeführt. Bahnsteigsperren ab 1. Oktober 1893. Das dritte Spitzenlicht wurde am 1.
September 1957 eingeführt. Ausführlich hier. : Also Loks mit nur zwei Spitzlichtern
liefen vor 1957, mit drei danach. Fortsetzung folgt… |